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Wer arm ist, bleibt arm

Seit die Bundesregierung ihren Armutsbericht veröffentlicht hat, gibt es eine starke Diskussion um dessen Inhalte (Artikel zum Thema von sueddeutsche.de: Hier klicken!).
Scheinbar gibt es für arme Gesellschaftsschichten keine Möglichkeit finanziell aufzusteigen. Diese Aussage ist nicht nur deshalb problematisch, weil die Erhebungsmethode der Studie höchst fragwürdig ist (wie hier Äpfel mit Birnen verglichen werden kann hier nachgelesen werden), sondern auch, weil sie eine selbsterfüllende Prophezeiung darstellt.

Klammert man das „reiche Elternhaus“ (was sehr selten ist) aus, wird Armut in Deutschland durch zwei wesentliche Punkte bestimmt: Leistung und Bildung. Beide Punkte sind nicht direkt gottgegeben, sondern vom Individuum und dessen direkten Einflußpersonen abhängig.

Leistung
Wer etwas erreichen will, der muss sich dafür auch anstrengen. Natürlich gibt es auch viele, denen der Erfolg und Geld einfach so in den Schoß fallen. Wer nicht zu diesen Glücklichen gehört, sollte aber aufhören sich darüber zu beklagen (was soll das bringen?), sondern frohen Mutes voran schreiten und etwas leisten. Man kann sich selbst keinen Reichtum schenken. Reichtum erlangt, wer anderen etwas von Wert liefert.
Leistung meint an dieser Stelle aber auch nicht einfach bis zum Umfallen zu schuften, sondern vor allem auch das Bestreben sich stetig weiterzuentwickeln, neue Wege und Möglichkeiten zu finden und Mehrwert zu schaffen.
Wer flexibel ist, viel investiert und ein gewisses Maß an Risiko eingeht, kann von jeder Gesellschaftsschicht aus den Aufstieg schaffen.

Bildung
Wer etwas erreichen will, muss in unserer Gesellschaft auch gebildet sein. Geld hängt in der westlichen Welt an Innovationen, Ideen und Intelligenz – nicht länger an Muskelkraft.
Natürlich hat hier die Politik entsprechende Infrastrukturen zu schaffen. Am Ende ist es aber vor allem Aufgabe der Eltern und Lehrer, Kinder auf den richtigen Weg zu führen und den obigen Leistungsgedanken näher zu bringen.

Problem
In oberen gesellschaftlichen Schichten (einige wenige Familien ausgenommen) steht es außer Frage, dass die Kinder bereits in der Schule fleißig sein, Disziplin und Anstand zeigen müssen, entsprechend kontrolliert werden und auch später eine Mehrwert zu liefern haben.
In eher tieferen Schichten weicht dieser Gedanke zunehmend auf. Dies liegt nur teilweise an der Gesellschaft als solcher oder politischen Maßnahmen. Vielmehr trägt die Einstellung vieler Eltern hieran die Hauptschuld.
Während Kinder in der einen Familie mittlerweile durch zu viel Druck fast schon erdrückt werden, erfahren sie in vielen anderen Fällen viel zu wenig davon.

©iStockphoto.com/KarenMowerBeispiel
Die genannte These wirkt gewagt, lässt sich aber durch zahlreiche Beispiele gut nachvollziehen. So sind mir selbst viele Personen (persönlich) bekannt, die zwar aus eher ärmeren Verhältnissen stammen, durch ihre Eltern aber eine Botschaft mit auf den Weg bekommen haben: „Für deine Erfolg bist du verantwortlich und niemand anderes!“. Gerade diese Personen schaffen den Aufstieg spielen. Teilweise unter Aufnahme von Studienkrediten, etc. bilden sie sich stetig weiter, um am Ende ganz oben zu stehen.

Zur selbsterfüllenden Prophezeiung
Wer nicht daran glaub erfolgreich sein zu können, wird es auch niemals sein! Gleiches gilt, wenn die Eltern oder andere Personen nicht daran glauben und ihren Kindern ihren Irrglauben vermitteln.
Wenn also besagte Studie (und vor allem entsprechende Verbände) predigen, dass in Deutschland niemand den sozialen Aufstieg schaffen kann und Personen dies glauben, erfüllt sich diese Aussage von selbst.

Fazit
Da viele Eltern scheinbar nicht mehr fähig sind, ihre Kinder zu erziehen oder dies nicht wollen, benötigen wir ein starkes Bildungssystem, das nicht nur bildet, sondern auch erzieht. Gleichzeitig müssen Eltern wieder Werte vermitteln (hat vor 60 Jahren ja auch geklappt).
Da der Staat hier wohl so schnell nichts regeln kann, sind die Eltern gefragt, die Verantwortung nicht von sich zu schieben, sondern ihre Kinder aktiv zu unterstützen!

Und
Glaub an dich!

 

Tipp an dieser Stelle:
Napoleon Hill’s Meisterwerk „Think and Grow Rich“

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