Alle Artikel mit dem Schlagwort: Werbung

Wenn Google Glass die Konsumentenverhaltensforschung überflüssig macht

„Pay Per Gaze“ heißt das Konzept/Patent, mit welchem es durch Google Glass möglich sein soll, die Effektivität (und damit auch den Preis) von Werbung darüber zu bestimmen, ob der Konsument sie tatsächlich gesehen hat. Alle Informationen hierzu findet man bspw. auf t3n.de oder auf mashable.com.   Für das Marketing wäre dies eine geniale Innovation, die ihresgleichen sucht. Messprobleme bei diversen Werbeformen (wie hier beschrieben) wären damit gelöst. Gleichzeitig könnten hierdurch auch bei Offline-Werbung unzählige Daten gesammelt und anschließend ausgewertet werden. Man könnte ja nicht nur tracken, was die Personen sehen, sondern dies durch die Dauerüberwachung mit jeder Handlung abgleichen. Irgendwann werden dann parallel noch Gehirnströme erfasst und man könnte dank Big Data endlich alle Konsumentenreaktionen schlüssig nachvollziehen – und vorhersagen. Die Konsumentenverhaltensforschung wäre quasi überflüssig. Daten, die Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in mühseliger Arbeit mit aufwendigen Studien zusammengetragen haben, könnten in Sekunden tausendfach erhoben werden. Relevante Erkenntnisse könnte man direkt auf Google Analytics ablesen. Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, scheint der Weg dorthin nicht mehr weit. Hinsichtlich Datenschutz und Co sieht das Ganze natürlich …

8 Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zum Thema Product Placement

[Update: Die Ergebnisse der Arbeit wurden gemeinsam mit zahlreichen anderen Untersuchungen in eine spannende Software zur Messung der Werbewirkung von Product Placement gegossen!Mehr Informationen hierzu findest du unter www.placedise.de]   Nach insgesamt rund 8,5 Monaten (von der Idee bis zum letzten Satz) ist meine Masterarbeit fertig. Grund genug, ein paar interessante Fakten und damit verbundene Empfehlungen herauszugreifen. Meine Arbeit beschäftigt sich im Wesentlichen mit den Effekten von Product Placement (Fokus Film und Fernsehen) auf das Unterbewusstsein. Generell gibt es hinsichtlich Produktplatzierung relativ viele Untersuchungen, die das komplexe Konstrukt allerdings auch in Summe nur ansatzweise erklären können. Dies liegt unter anderem auch an falschen Erfolgsgrößen oder der Tatsache, dass man erst jetzt langsam versteht, wie unser Bewusstsein überhaupt funktioniert. Um das ganze Thema weiter voranzubringen, wurden nicht nur Unsummen an Literatur gewälzt, sondern auch eine umfassende Studie durchgeführt (mehr dazu auch am Ende dieses Beitrags). Obgleich auch dadurch natürlich noch lange nicht alle Effekte erkannt und beschrieben werden können, möchte ich ein paar Kernergebnisse teilen. Hierbei handelt es sich um Punkte, die aktuell meist noch anders …

Wieso AdBlocker nicht die Lösung sein können

Vor einigen Tagen hat ein Artikel von Sascha Pallenberg großes Aufsehen erregt. Sascha hat in umfassender Recherche mafiöse Strukturen hinter dem beliebtesten AdBlocker „AdBlock Plus“ aufgedeckt. Den sehr ausführlichen, aber auch spannenden Artikel findest du hier.Wer die Story lieber etwas kürzer möchte, kann sich auch den Beitrag der Süddeutschen Zeitung hierzu ansehen (hier klicken). Dieser Beitrag ist allerdings teils auch stark durch Eigeninteresse gefärbt, was die Grundaussage aber nicht stört. Ich möchte nun nicht weiter über diese Geschichte berichten, sondern grundsätzlich dazu aufrufen, AdBlocker als solche in Frage zu stellen. Diese reagieren auf ein Problem des Internets, welches immer stärker mit teilweise sehr störenden Werbeanzeigen überflutet wird. Aus diesem Grunde haben sie sicherlich irgendwo ihre Daseinsberechtigung. Letzten Endes verstärken sie aber einen fatalen Teufelskreislauf, welcher in meinen Augen durchaus großen gesamtwirtschaftlichen Schaden mit sich bringen kann.   Der Teufelskreislauf Gerade die Onlinewerbebranche ist mit dem Versprechen gestartet, jede Werbeaktion im Detail messbar zu machen. Diese Scheinmessbarkeit basiert allerdings am Ende auf einigen wenigen expliziten Aktionen des Users. Als Beispiel sei hier der Klick auf eine Anzeige …

Muttertag in Werbeclips

Am 12. Mai ist Muttertag. Passend dazu gibt es von diversen Unternehmen wie jedes Jahr passende Werbespots, die sich dem Thema widmen. Als kleinen Reminder (nur noch 1 Woche), möchte ich in diesem Beitrag mal wieder ein paar Clips vorstellen.   Nivea: „Mama“ (2013). Sehr harmonischer und emotionaler Spot. Weitere Infos zu den Hintergründen u. a. hier auf wuv.de.   Fleurop: „Muttertag“ (2012/2013). Der alljährliche Fleurop-Spot, der das Geschäft ankurbeln soll. Im Grunde die gleichen Bilder wie letztes Jahr. Vielleicht gibt es die Tage aber auch noch ein neues Filmchen. Das Video ist leider nicht länger verfügbar.   Pampers: „Miracles“ (2012). Wunderschöner Spot, der sich mal nicht an die Kinder, sondern direkt an die Mütter richtet und ihnen dankt (dass sie Pampers gekauft haben?).

Trend zum Second Screen als Chance für TV-Werbung

Der Second Screen liegt voll im Trend! Gemeint ist die Nutzung von Tablet oder Smartphone (oder auch Laptop, etc.) parallel zum TV-Gerät. Noch wichtiger: Der Trend ist auch bereits voll beim werberelevanten Publikum angekommen (oder zumindest in greifbarer Nähe), sofern man aktuellen Berichten (siehe hier auf mobilbranche.de) und Studien (siehe hier von SevenOne Media) glauben darf. Die Sender (siehe Quellen oben), aber auch werbende Unternehmen (siehe hier) beginnen zudem bereits, sich dies mit cleveren Techniken und Tricks zu Nutzen zu machen. Das Ganze hat aber noch einen viel größeren Vorteil, als „nur“ die Möglichkeit mit dem Konsumenten auf mehreren Kanälen gleichzeitig zu interagieren! Konkret kann davon nämlich insbesondere die klassische TV-Werbung profitieren! Dies klingt erst einmal absurd, wenn man bedenkt, dass „Second Screen“ ja bedeutet, dass sich der Konsument eben ein Stück vom TV abwendet. Aber aufgepasst! „Second Screen“ bedeutet, dass bspw. das Tablet parallel zum TV genutzt wird – es ersetzt ihn aber nicht. Hier liegt der Clou. Wie bereits in meinem Beitrag zur sogenannten Bannerblindheit beschrieben, gibt es eine Vielzahl an unterbewussten Prozessen, …

Radio-Diskussion zum Thema Werbewirkung im Internet

Vor wenigen Minuten lief auf SWR2 eine tolle Diskussion zum Thema „Im Netz der Verführer – Wie wirksam ist Werbung im Internet?“, welches nun auch heruntergeladen und nachgehört werden kann. Weshalb das hier nun sogar einen eigenen Beitrag bekommt? Die Diskussion bietet ausnahmsweise einmal echte Experten und keine Pseudo-Marketing-Gurus, die irgendwelche Formeln vortragen, die ich innerhalb von Sekunden widerlegen kann.   So kommen in Ansätzen auch meine Gedanken aus nachfolgenden Beiträgen vor: Bannerblindheit ist nur die halbe Wahrheit Likes & Views – die neue Währung (nur indirekt)   Download Hier klicken (20,34 MB, mp3, von swr.de)   Die Diskussionsteilnehmer (gem. SWR2-Angabe): Michael Frank, Geschäftsführer der Digital-Werbeagentur „Plan.net“, München Jürgen Scharrer, Chefredakteur der Marketing-Fachzeitschrift „Horizont“, Frankfurt Prof. Dr. Elke Theobald, Kommunikationswissenschaftlerin und Expertin für Online-Marketing, Hochschule Pforzheim Gesprächsleitung: Matthias Heger

Mixed Emotions mit Herz

Vor einiger Zeit gab es hier bereits einen kleinen Beitrag zum Thema Werbespots mit Mixed Emotions (hier klicken, um zu diesem Beitrag zu gelangen). Heute möchte ich einen weiteren sehr schönen Werbespot aus der Schweiz präsentieren.Wer sich für mehr Details interessiert, dem sei der aktuelle Artikel auf wuv.de empfohlen, welcher sich damit befasst (siehe hier).Viel Spaß! >> Hier auf YouTube ansehen  

Bannerblindheit ist nur die halbe Wahrheit

Wer sich in den Gefilden des Marketing bewegt, hat möglicherweise schon einmal davon gehört. Wer sich konkret mit Online-Marketing beschäftigt, kommt sowieso nicht darum herum. Bannerblindheit (oder Banner blindness) beschreibt den Effekt, dass Internetnutzer bestimmte Bereiche einer Webseite automatisch nicht mehr bewusst wahrnehmen, da sie darauf trainiert sind, dass an diesen Stellen gemeine Werbeanzeigen lauern. Ein Beispiel wäre der Bandenbereich rechts des Hauptinhalts. Dies stimmt, ist messbar und ein großes Problem. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit, die aber oft von allen möglichen Experten als ganze verkauft wird. Fakt ist, dass die User diese Bereich tatsächlich nicht länger bewusst beachten. Aufgrund dessen werden sie die Werbeanzeigen dort nicht anklicken und 95 % der Werbenden verbuchen die Anzeige allein dadurch als Misserfolg (einzige Messgröße ist in der Regel der Klick und darauf folgende Aktionen). Fakt ist aber auch, dass man hier lediglich das BEWUSSTE Handeln betrachtet (klar – ist ja auch am einfachsten zu messen), unterbewusste Prozesse aber vollkommen ausblendet. Das ist der andere Teil der Wahrheit – der Teil, der sträflichst vernachlässigt wird und …

Sixt setzt auf’s Pferde stärken

Sixt ist ja berühmt berüchtigt für tolle und teils auch provozierende Werbekampagnen. Mit dabei sind oft auch spaßige Guerilla-Marketing-Aktionen. Ein neuer Gag (mit einer 2,5 Meter großer Figur) am Flughafen München spielt auf die vielen guten Vorsätze zum neuen Jahr an und nutzt dabei ein spaßiges Wortspiel.   Alle weiteren Bilder und mehr Infos gibt es auf der Facebook-Seite von Sixt: Hier klicken…

Weihnachten – Zeit der emotionalen Werbespots

Weihnachten rückt immer näher – zumindest kann man ja schon seit geraumer Zeit weihnachtliche Leckereien im Supermarkt kaufen! Neben viel Zucker, Zimt und Lebkuchen bedeutet die Weihnachtszeit vor allem auch viel Werbung. Hierbei kommen gerade zu diesem Anlass oft sehr schöne emotionale Spots zum Vorschein. Den relevanten Spot gibt es leider nicht mehr online zu sehen, aber…     Der Spot arbeitet ein Stück weit mit so genannten Mixed Emotions – also in diesem Fall sowohl etwas trübselige, wie auch am Ende freudige Emotionen. Ein anderer wunderbarer Spot mit ähnlichem Muster kommt von Fleurop. Vorsicht! Zarte Gemüter könnten in Tränen ausbrechen.