Alle Artikel in: Marketing

Die TV-Quote ist tot!

Nein, ganz so weit ist man leider noch nicht. Allerdings standen die Zeichen noch nie so gut, das meist unsinnige Quotengezerre endlich etwas in die Schranken zu weisen.   Zunächst ein paar allgemeine Worte zur Quotenmessung Die TV-Quote (oder Einschaltquote) dient seit jeher dazu, den Wert eines Inhalts zu bestimmen. Konkret soll die Quote eine Aussage darüber treffen, wie viele Personen einen bestimmten TV-Inhalt sehen und damit auch mit etwaigen Werbemaßnahmen erreicht werden. Dies war im Grunde schon immer ein statistisches Würfelspiel und hat dank YouTube, Mediatheken und Co mittlerweile nochmals massiv an Bedeutung eingebüßt. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) arbeitet daher auch (bereits seit Jahren) an einer moderneren TV-Quote, die noch in diesem Jahr zur Anwendung kommen soll. Allerdings ist die TV-Quote auch unter Berücksichtigung von Online-Kanälen nicht immer sinnvoll. Dies liegt daran, dass sie im Grunde lediglich eine Reichweitenaussage trifft. Hierdurch allein ist aber keinerlei Rückschluss auf den tatsächlichen Wert eines Werbeblocks möglich. Eine top Quote bei „Germany’s Nex Top-Model“ ist für einen Motoröl-Hersteller deutlich weniger wert, als sie es für einen Kosmetikhersteller ist – und das ist …

Beyond Programmatic Buying There Is Programmatic Creation

Programmatic Buying is one of those big fancy buzzwords that are moving around the industry and driving people crazy for some time now. At the moment, the use of programmatic ads is still at a low level, but that is no reason to underestimate its true potential. Let’s have a look into the future of TV advertising. To explore this potential, one needs to see beyond Programmatic Buying to something that could be called “Programmatic Creation”. While the first one describes the process, where an advertising spot is automatically placed, based on the best target audience fit, Programmatic Creation additionally tailors this same spot to optimize its effectiveness. Just think of the following example: As Fernbach et al. (2013) found out, the right degree of explanatory complexity is very important when marketing a new product – but it depends on the cognitive reflection of the audience. In other words: If you talk to experts, increase complexity; if you talk to novices, decrease it. Let’s say that some data analysis found two perfect spots to place …

Das größte Problem von schnellen Werbewirksamkeits-Studien

Wer teure Marketingmaßnahmen betreibt muss früher oder später Irgendjemandem hierüber Rechenschaft ablegen. Dies geschieht meist über die Darstellung einfacher absoluter Kennzahlen, wie die Reichweite oder (vor allem im Onlinebereich) der Klickrate. Diese expliziten Größen sind übersichtlich und äußerst einfach zu erheben. Hierbei gibt es nur ein Problem: Diese Kennzahlen beschreiben nur einen Bruchteil der eigentlichen Werbewirkung, welche zu einem Großteil durch implizite Effekt bestimmt wird. Ich habe dieses Problem bereit früher in einem Beitrag über Bannerblindheit (hier) und bei Placedise (hier) beschrieben. Letzten Endes sind diese Daten gut und wichtig, dürfen aber niemals als einzige wahre Größe angesehen werden und von den unzähligen übrigen Effekten ablenken! Unternehmen, die etwas komplexer denken sowie vor allem Unternehmen, die die Werbewirkung klassischer Medien aufzeigen wollen, gehen einen Schritt weiter. Neben der reinen Reichweite versuchen sie auch implizite Effekte, wie die Aufnahme eines Produkts in das Consideration Set des Konsumenten aufzuzeigen. Wieso auch umfassendere Messungen oft falsch sind Dies ist ein äußerst positiver Ansatz und doch geht mit ihm meist eine wesentliche Fehleinschätzung einher, welche sämtliche Ergebnisse von vornherein …

Das kleine Druckdaten 1×1 für Nicht-Grafiker

Wer das erste Mal professionelle Druckartikel in Auftrag gibt, kommt hier meist auch das erste Mal mit dem Wort „Druckdaten“ in Kontakt. Konkret sollen diese stets in einem ganz bestimmten Format vorliegen. Soweit so gut. Meistens liegen die Daten allerdings weder in dem beschriebenen Format vor, noch lassen sie sich einfach in dieses überführen. So sieht es zumindest aus, wenn man nicht im Hauptberuf Grafiker ist und die völlig überteuerten Premium-Programme von Adobe im Schrank stehen hat. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie es trotzdem irgendwie geht und worauf man achten sollte – möglichst einfach und mit nur wenigen Details – alle Grafiker sollten also lieber wegklicken ;-) .   Licht vs. Tinte Ein wesentliches Element der großen Probleme mit dem Thema stellt meist der Farbraum dar. Während Inhalte auf Monitoren im RGB-Farbraum dargestellt werden, benötigen Druckdaten den CMYK-Farbraum. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich Licht anders als Tinte verhält, wenn man es mischt. Beispiel: Mehr Licht führt zu „Weiß“, mehr Farbe zu „Schwarz. Das bedeutet letzten Endes, dass jegliche Grafik, die auf …

Was SEO nicht ist

Heute gibt es einen spannenden Experten-Gastbeitrag zum Thema SEO.   Viele Unternehmer verstehen unter Suchmaschinenoptimierung (SEO) nach wie vor schnelle, günstige und einfache Tricks, die eine Seite innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen zu einem beliebigen Begriff bei Google gut auffindbar werden lassen. Dem ist heutzutage aber nicht mehr so. Inspiriert vom Artikel „Die Gefahren von Performance Marketing“ möchte ich in diesem Gastbeitrag zeigen, was gute SEO ausmacht, und welche Folgen „schnell und billig“ haben kann.   (1) Gute Rankings und gute Kunden Zunächst kurz zum generellen Gedankengang: Gute Ranking-Positionen sind natürlich eine gute Sache, denn ein höheres Ranking für einen Suchbegriff bedeutet in der Regel auch, dass mehr Suchende auf das eigene Ergebnis klicken werden. Eine Steigerung der Position für einen Suchbegriff bedeutet also in den meisten Fällen, auch den Traffic auf die eigene Seite zu steigern. Aber mehr Traffic bedeutet noch lange nicht, dass auch die Anzahl der Kunden erhöht wird. Wählen Sie zum Beispiel zu allgemeine Suchbegriffe aus, auf die Ihre Webseite optimiert wird, dann werden viele Besucher Ihre Seite sofort wieder verlassen. …

Christmas Spots 2014

Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Besinnlichkeit und des Schenkens (vom christlichen Hintergrund mal vollkommen abgesehen), sondern auch die Zeit der großen Werbe-Emotionen. Kein Wunder, schließlich repräsentiert dieser Teil des Jahres auch die umsatzstärkste Zeit für den Einzelhandel. Seit einigen Tagen nun haben viele große Player ihre diesjährigen Meisterwerke an den Start gebracht. Zwar ist es erst Mitte November, aber immerhin zwei Monate nach Start der Lebkuchen-Saison ;-). Wie jedes Jahr, möchte ich auch 2014 ein paar Werbeclips vorstellen. Spot an!   #1 Weihnachten mit John Lewis Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich ein großer Fan der Weihnachtsspots von John Lewis bin. Auch in diesem Jahr hat sich die brittische Kaufhauskette wieder mächtig ins Zeug gelegt und mit „Monty the Penguin“ ein emotionales Stück Branded Entertainment geschaffen. Leider kommt der Werbefilm nicht ganz an die genialen Aktionen der beiden Vorjahre (siehe hier für 2013 und hier für 2012) heran. Nichtsdestotrotz hat der Clip das Zeug zum besten Weihnachtsspot 2014!     #2 Weihnachten mit Coca Cola Coca Cola ist natürlich …

Der Bedeutungsverlust der Marketingabteilung

Vor kurzem bin ich durch Zufall auf einen Beitrag bei brand eins gestoßen (hier nachzulesen). Hierbei geht es in einem sehr spannenden Interview mit Lutz Meyer um die Abläufe beim Einkauf von Werbung, der Macht der großen Mediaagenturen und generell um die Zukunft der Mediaplanung. Indirekt tritt hierbei allerdings ein weiteres Thema in den Vordergrund – der Bedeutungsverlust der Marketingabteilungen in gerade großen Unternehmen. Dies ist eine Entwicklung, die in den letzten Jahren immer deutlicher zu beobachten ist (siehe bspw. auch hier). Woran liegt das? Man kann an dieser Stelle sicherlich eine sehr umfassende Analyse beginnen. Da es sich hier aber nach wie vor um einen privaten Blog handelt, gestatte ich mir einen kurze persönliche (ggf. für manche auch provokante) Hypothese. Marketing schafft sich selbst ab, da es den Anforderungen der Unternehmensführung nicht adäquat begegnet. Es ist kein Geheimnis, dass Unternehmen immer stärker anhand von Zahlen urteilen. Das Wort „KPI“ ist mittlerweile nicht länger ein Geheimcode großer Beratungshäuser, sondern der Fokus jeder professionell aufgestellten Unternehmensführung. Hieran sind sicherlich eben auch Unternehmensberatungen Schuld. Ebenfalls großen Anteil haben …

Marketing Tipps – Neukundengewinnung auf Messen

Für ein Unternehmen gibt es kaum etwas Wichtigeres als die Neugewinnung von potenziellen Kunden, denn sie garantieren den fortwährenden Erfolg, können mit positiver Mund-zu-Mund-Propaganda den eigenen Ruf stärken und so letztendlich für eine Zukunft des jeweiligen Unternehmens sorgen. Kein Wunder also, dass viele Unternehmer unterschiedlichste Möglichkeiten in Anspruch nehmen, um für sich, ihre Dienstleistung oder ihr Produkt Werbung zu machen oder sich ins Gespräch zu bringen. Eine der wohl bekanntesten wie auch beliebtesten Optionen, um auf Neukundenfang zu gehen, ist auch das Ausstellen auf einer Messe, denn hier kann der Kontakt direkt und persönlich hergestellt werden.   Was braucht es für einen großen Neukundenansturm? Auf einer Messe vertreten zu sein, ist grundsätzlich sicherlich schon einmal ein guter erster Schritt – bei der bloßen Präsenz sollte es im Idealfall jedoch nicht bleiben. Denn schließlich schläft die Konkurrenz nicht und das gilt insbesondere dann, wenn die Messe ohnehin schon themenspezifisch ist – in diesem Fall lauert nämlich an jeder Ecke eine Firma mit ähnlichem oder sogar demselben Schwerpunkt. Um dennoch aufzufallen heißt es also: Aus der Masse …

Projekt kurz vorgestellt: Placedise

Wie versprochen stelle ich heute ein zweites tolles Projekt vor, an welchem ich aktuell maßgeblich beteiligt bin. Placedise. Bei Placedise (www.placedise.com) handelt es sich um eine Software, die in der Lage ist, die Werbewirkung von Product Placement oder vergleichbaren Marketing-Taktiken auf den Konsumenten zu messen – bereits vor der eigentlichen Umsetzung der Maßnahme. Obgleich es Product Placement nun schon seit weit über 100 Jahren gibt, war die Messbarkeit bisher das wohl größte Problem – bzw. ist die Messbarkeit ein generelles Problem von Werbemaßnahmen. Dies ist mitunter ein wesentlicher Grund, weshalb Marketingabteilungen bei Unternehmensführern und vor allem Finanzverantwortlichen nicht sonderlich beliebt sind. Dort wird teilweise viel Geld ausgegeben, ohne dass man den Erfolg in irgendeiner Art und Weise beziffern könnte. Oftmals wird der Erfolg somit einfach über die Reichweite bestimmt. Im besten Fall werden eigene Studien und Untersuchungen in Auftrag gegeben. Die Reichweite ist eine schöne Messgröße, die für sich allein genommen allerdings so gut wie keine Aussagekraft hat. Sie kann sogar irreführen – wenn eine Werbekampagne bspw. negative Effekte hat, kann eine große Reichweite kein …

Weihnachtswerbespots

Bereits letztes Jahr habe ich darauf hingewiesen, dass gerade zu Weihnachten die Zeit der emotionalen Werbespots anbricht (siehe hier). Zu meiner Schande habe ich das Thema dieses Jahr etwas außen vor gelassen. Aus diesem Grund gibt es nun einen kleinen Nachtrag :-) . Konkret möchte ich euch den Nachfolger des tollen Videos von letztem Jahr präsentieren. Die Kaufhauskette John Lewis hat nämlich auch 2013 wieder einen wunderschönen emotionalen Werbeclip im Programm. Viel Spaß!       Noch mehr passende Werbeclips gibt es auch auf pr-fundsachen.de (siehe hier).