Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wissenschaft

Wenn Google Glass die Konsumentenverhaltensforschung überflüssig macht

„Pay Per Gaze“ heißt das Konzept/Patent, mit welchem es durch Google Glass möglich sein soll, die Effektivität (und damit auch den Preis) von Werbung darüber zu bestimmen, ob der Konsument sie tatsächlich gesehen hat. Alle Informationen hierzu findet man bspw. auf t3n.de oder auf mashable.com.   Für das Marketing wäre dies eine geniale Innovation, die ihresgleichen sucht. Messprobleme bei diversen Werbeformen (wie hier beschrieben) wären damit gelöst. Gleichzeitig könnten hierdurch auch bei Offline-Werbung unzählige Daten gesammelt und anschließend ausgewertet werden. Man könnte ja nicht nur tracken, was die Personen sehen, sondern dies durch die Dauerüberwachung mit jeder Handlung abgleichen. Irgendwann werden dann parallel noch Gehirnströme erfasst und man könnte dank Big Data endlich alle Konsumentenreaktionen schlüssig nachvollziehen – und vorhersagen. Die Konsumentenverhaltensforschung wäre quasi überflüssig. Daten, die Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in mühseliger Arbeit mit aufwendigen Studien zusammengetragen haben, könnten in Sekunden tausendfach erhoben werden. Relevante Erkenntnisse könnte man direkt auf Google Analytics ablesen. Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, scheint der Weg dorthin nicht mehr weit. Hinsichtlich Datenschutz und Co sieht das Ganze natürlich …

Innovationswettbewerbe am Beispiel der Lufthansa

In diesem Blogbeitrag widme ich mich einem Thema, das ich persönlich sehr spannend finde, welches hier bisher allerdings noch gar nicht wirklich Beachtung gefunden hat – Innovationswettbewerbe. Hierzu möchte ich einen vor Kurzem beendeten Wettbewerb der Deutschen Lufthansa präsentieren. Alle Infos hierzu findet man unter innovation.lufthansa.com. Ende 2012 hat die Lufthansa dazu aufgerufen, Lösungen für ein Gepäckproblem zu finden. Konkret geht es um die Problematik, dass Handgepäck zwar zunächst praktisch ist, gleichzeitig aber auch einige Probleme mit sich bringt, die gelöst werden sollen. An dieser Stelle beginnt auch schon meine kleine Ad-Hoc-Analyse. Ob ein Innovationswettbewerb gut oder schlecht gemacht wurde, kann leider nur vollständig beurteilt werden, wenn man auch die genauen Ziele der Verantwortlichen kennt. Da dies hier nicht der Fall ist, werde ich die Kernaspekte analysieren und umgekehrt anhand dessen schlussfolgern, welche Ziele das wohl gewesen sein könnten (unter der Annahme, dass die Initiatoren halbwegs wussten, was sie da tun).   Problemstellung Die Problemstellung ist relativ offen formuliert, auch wenn das Problem klar eingegrenzt ist. Dies ist insbesondere für die Generierung von eher einfacheren, …

Trend zum Second Screen als Chance für TV-Werbung

Der Second Screen liegt voll im Trend! Gemeint ist die Nutzung von Tablet oder Smartphone (oder auch Laptop, etc.) parallel zum TV-Gerät. Noch wichtiger: Der Trend ist auch bereits voll beim werberelevanten Publikum angekommen (oder zumindest in greifbarer Nähe), sofern man aktuellen Berichten (siehe hier auf mobilbranche.de) und Studien (siehe hier von SevenOne Media) glauben darf. Die Sender (siehe Quellen oben), aber auch werbende Unternehmen (siehe hier) beginnen zudem bereits, sich dies mit cleveren Techniken und Tricks zu Nutzen zu machen. Das Ganze hat aber noch einen viel größeren Vorteil, als „nur“ die Möglichkeit mit dem Konsumenten auf mehreren Kanälen gleichzeitig zu interagieren! Konkret kann davon nämlich insbesondere die klassische TV-Werbung profitieren! Dies klingt erst einmal absurd, wenn man bedenkt, dass „Second Screen“ ja bedeutet, dass sich der Konsument eben ein Stück vom TV abwendet. Aber aufgepasst! „Second Screen“ bedeutet, dass bspw. das Tablet parallel zum TV genutzt wird – es ersetzt ihn aber nicht. Hier liegt der Clou. Wie bereits in meinem Beitrag zur sogenannten Bannerblindheit beschrieben, gibt es eine Vielzahl an unterbewussten Prozessen, …

Bannerblindheit ist nur die halbe Wahrheit

Wer sich in den Gefilden des Marketing bewegt, hat möglicherweise schon einmal davon gehört. Wer sich konkret mit Online-Marketing beschäftigt, kommt sowieso nicht darum herum. Bannerblindheit (oder Banner blindness) beschreibt den Effekt, dass Internetnutzer bestimmte Bereiche einer Webseite automatisch nicht mehr bewusst wahrnehmen, da sie darauf trainiert sind, dass an diesen Stellen gemeine Werbeanzeigen lauern. Ein Beispiel wäre der Bandenbereich rechts des Hauptinhalts. Dies stimmt, ist messbar und ein großes Problem. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit, die aber oft von allen möglichen Experten als ganze verkauft wird. Fakt ist, dass die User diese Bereich tatsächlich nicht länger bewusst beachten. Aufgrund dessen werden sie die Werbeanzeigen dort nicht anklicken und 95 % der Werbenden verbuchen die Anzeige allein dadurch als Misserfolg (einzige Messgröße ist in der Regel der Klick und darauf folgende Aktionen). Fakt ist aber auch, dass man hier lediglich das BEWUSSTE Handeln betrachtet (klar – ist ja auch am einfachsten zu messen), unterbewusste Prozesse aber vollkommen ausblendet. Das ist der andere Teil der Wahrheit – der Teil, der sträflichst vernachlässigt wird und …

Die erstaunliche Wahrheit über Motivation

Während meiner Zeit an der University of California Los Angeles (UCLA) konnte ich unfassbar viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln. Eine davon dreht sich rund um das inflationär gebrauchte Wort „Motivation“. Im Folgenden möchte ich einen kleinen Einstieg liefern.   So ziemlich jeder möchte andere Personen motivieren und doch weiß kaum einer, was Motivation eigentlich ist!   Zunächst muss mit einer gängigen Vorstellung aufgeräumt werden: Es ist faktisch nicht möglich jemanden zu motivieren! Jeglicher Ansatz nach dem Motto „Ich tue nun dies, um Person X zu motivieren“ schießt somit schon mal in die vollkommen falsche Richtung. Sicherlich mag die ein oder andere Aktion trotzdem funktionieren – das sind (um im Beispiel zu bleiben) allerdings lediglich Querschläger. Wer glaubt, andere aktiv motivieren zu können, der hat Motivation nicht verstanden. Was die Wissenschaft seit Jahren weiß und lehrt, wird in der Praxis nach wie vor falsch interpretiert und angewendet. Der Grund liegt wohl darin, dass sich jede Führungskraft eine Art Zauberformel wünscht, mit der sich die Mitarbeiter antreiben lassen. Die Wahrheit ist leider etwas komplizierter. Wissenspunkt 1: …

Das Geheimnis von Erfolg

…in 8 Worten und 3 Minuten. Eines meiner absoluten Lieblingsvideos auf YouTube, welches ich gerne immer wieder teile und verbreite. Ein Wunder, dass es bisher noch keinen Platz in meinem Blog gefunden hat. Richard St. John über das (relativ einfache) Geheimnis von Erfolg. Inspiration garantiert! Die Rede stammt von einer TED-Konferenz aus dem Jahr 2005 (in Monterey, California) und liefert den Einstieg zu seinem Buch, welches sich auch in der Empfehlungsbox rechts befindet oder >>hier<< betrachtet werden kann.   Das Geheimnis von Erfolg: Passion (Leidenschaft) Work (viel Arbeit) Good (Exzellenz in einer bestimmten Sache – oft durch Arbeit, Training und Übung) Focus (Fokus auf die eine Sache, die man exzellent beherrscht) Persist (Standhaftigkeit) Ideas (Gute Ideen) Push (Durchhaltevermögen) Serve (Anderen etwas von Wert liefern)