Alle Artikel mit dem Schlagwort: Werbung

Christmas Spots 2016

Auch im Jahr 2016 darf der jährliche Beitrag zu den besten Weihnachts-Werbespots natürlich nicht fehlen (hier klicken für 2015). Was viele Jahre in erster Linie den Engländern vorbehalten war, wurde in den letzten Jahren mehr und mehr auch hierzulande großes Thema. Zu Recht. Gute Spots sind insbesondere in der emotionalen Vorweihnachtszeit ein ideales Instrument zur Markenbildung. So mischen in diesem Jahr gerade die deutschen Discounter allesamt ganz vorne mit.   Thematisch lassen sich 2016 vier Richtungen identifizieren: „Zeit schenken“ ist nicht nur Titel des neuen EDEKA-Spots, sondern wurde gleich von mehrere Marken als Kernbotschaft auserkoren. Auch wenn man jetzt meinen mag, dass dies aus Werbersicht eher kontraproduktiv ist, stärkt es doch ungemein die Sympathie gegenüber dem jeweiligen Unternehmen. „Heimkommen“ ist nicht weniger ein Klassiker für die Weihnachtszeit und ebenfalls eines der Hauptthemen. Auch passend für diese besinnliche und friedliche Zeit sind Clips, die sich mit Nächstenliebe und Herzlichkeit beschäftigen. Daneben gibt es selbstverständlich die üblichen Weihnachtsmärchen und eher spaßigen Filmchen. Entgegen der Vorjahre mischt auch John Lewis 2016 in diesem Sektor mit und bleibt dem …

On Product Placement

Neben den Beiträgen hier gab es in den vergangenen Jahren auch immer wieder spannende Artikel in Zeitungen oder auf anderen Webseiten, bei denen ich mitgewirkt habe. In diesem Beitrag möchte ich einige ausgewählte Texte rund um das Thema Product Placement und Branded Entertainment gesammelt vorstellen. Immerhin muss ich ja irgendwo meinen Expertenstatus pflegen ;-) .   Was Bahlsen das Knabbern von Pick up im Dschungelcamp brachte. Beitrag bei W&V Online mit einer wissenschaftlichen Analyse zur Produktplatzierung in „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ vom 04. Februar 2016. Hier lesen » Neue Wege in der Erfolgsmessung von Product Placement. Interview auf Branded Entertainment Online zum aktuellen Stand von Placedise und allem was eben dazu gehört vom 10. August 2015. Hier lesen » Trend-Potenzial: Digital Product Placement. Umfassender Bericht in der Internet World Business mit zahlreichen Expertenmeinungen – und meinen Gedanken – online sowie Print – vom 26. März 2015. Hier lesen » Why performance marketing can’t build brands, but product placement can. Gastbeitrag über die Grenzen von Performance Marketing im Bereich der Markenbildung – …

Werbewirkung: Viele Experten haben wenig Ahnung

Warum unterschiedliche Werbeformen in ihrer Wirkung nicht vergleichbar sind und viele Experten es sich zu einfach machen oder möglicherweise auch nicht wissen, was Werbewirkung eigentlich ist. Die OWM (Organisation der Werbungstreibenden im Markenverband) hat erneut lautstark eine vergleichbare ROI-Messung über alle Werbeformen und -kanäle hinweg gefordert. Dies geschah zugegeben bereits vor längerer Zeit. Nichtsdestotrotz ist die Forderung, bzw. die auch die Konzeptumsetzung nach wie vor aktuell und Grund genug diesen Kommentar endlich zu veröffentlichen. Medien-Guru Thomas Koch hat in seinem Blog bereits deutlich gemacht, dass das nicht funktionieren kann. Da ich mich auf diesem Gebiet durchaus als wissenschaftlichen Experten bezeichnen würde und selbst geforscht habe, möchte ich die Diskussion allerdings nochmals etwas umfassender mit Blick auf die Vergleichbarkeit von „Werbewirkung“ klären. Nun kenne ich auch nur zu gut den Umstand, dass gerade werbetreibende Unternehmen stets wissen wollen, ob Maßnahme A denn jetzt besser funktioniert als Maßnahme B. Die Frage an sich ist legitim. Wenn wir aber ehrlich sein, eine kompetente Antwort geben, das große Dilemma endlich lösen und die Menschheit ein Stück weiter bringen wollen, müssen wir …

Christmas Spots 2015

Alle Jahre wieder lassen sich Marken und Unternehmen auf der ganzen Welt ganz besondere Werbeideen für die Weihnachtszeit einfallen. Dies mag sicherlich daran liegen, dass in wenigen Tagen die umsatzstärkste Zeit im Jahr beginnt. Man kann es allerdings auch so sehen, dass auch die Wirtschaft ihren Teil zu einer emotionalen, berührenden und besinnlichen Weihnachtszeit beitragen möchte. Dass ich an dieser Stelle die besten Werbefilme der (Vor-)Weihnachtszeit präsentiere ist mittlerweile schon fast zur Tradition geworden (für 2014 hier klicken). Auch in diesem Jahr soll natürlich niemand enttäuscht werden. Wer nah am Wasser gebaut ist sollte auch 2015 die Taschentücher bereit halten. Wen meine 1A Kommentare nicht interessieren, der kann auch direkt alle Clips in dieser YouTube-Playlist ansehen. Ich wünsche viel Spaß!   #1 Weihnachten mit John Lewis Der Evergreen! Auf John Lewis wartet die ganze (Werbe-)Welt jedes Jahr mit maximaler Begeisterung. Lässt sich die britische Kaufhauskette doch jedes Jahr aufs Neue nicht lumpen und präsentiert stets hoch-emotionale und begeisternde Filme. Auch in diesem Jahr ist mit #ManOnTheMoon ein richtig tolles Werk am Start. Meines Erachtens kommt zwar auch …

Die TV-Quote ist tot!

Nein, ganz so weit ist man leider noch nicht. Allerdings standen die Zeichen noch nie so gut, das meist unsinnige Quotengezerre endlich etwas in die Schranken zu weisen.   Zunächst ein paar allgemeine Worte zur Quotenmessung Die TV-Quote (oder Einschaltquote) dient seit jeher dazu, den Wert eines Inhalts zu bestimmen. Konkret soll die Quote eine Aussage darüber treffen, wie viele Personen einen bestimmten TV-Inhalt sehen und damit auch mit etwaigen Werbemaßnahmen erreicht werden. Dies war im Grunde schon immer ein statistisches Würfelspiel und hat dank YouTube, Mediatheken und Co mittlerweile nochmals massiv an Bedeutung eingebüßt. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) arbeitet daher auch (bereits seit Jahren) an einer moderneren TV-Quote, die noch in diesem Jahr zur Anwendung kommen soll. Allerdings ist die TV-Quote auch unter Berücksichtigung von Online-Kanälen nicht immer sinnvoll. Dies liegt daran, dass sie im Grunde lediglich eine Reichweitenaussage trifft. Hierdurch allein ist aber keinerlei Rückschluss auf den tatsächlichen Wert eines Werbeblocks möglich. Eine top Quote bei „Germany’s Nex Top-Model“ ist für einen Motoröl-Hersteller deutlich weniger wert, als sie es für einen Kosmetikhersteller ist – und das ist …

Das größte Problem von schnellen Werbewirksamkeits-Studien

Wer teure Marketingmaßnahmen betreibt muss früher oder später Irgendjemandem hierüber Rechenschaft ablegen. Dies geschieht meist über die Darstellung einfacher absoluter Kennzahlen, wie die Reichweite oder (vor allem im Onlinebereich) der Klickrate. Diese expliziten Größen sind übersichtlich und äußerst einfach zu erheben. Hierbei gibt es nur ein Problem: Diese Kennzahlen beschreiben nur einen Bruchteil der eigentlichen Werbewirkung, welche zu einem Großteil durch implizite Effekt bestimmt wird. Ich habe dieses Problem bereit früher in einem Beitrag über Bannerblindheit (hier) und bei Placedise (hier) beschrieben. Letzten Endes sind diese Daten gut und wichtig, dürfen aber niemals als einzige wahre Größe angesehen werden und von den unzähligen übrigen Effekten ablenken! Unternehmen, die etwas komplexer denken sowie vor allem Unternehmen, die die Werbewirkung klassischer Medien aufzeigen wollen, gehen einen Schritt weiter. Neben der reinen Reichweite versuchen sie auch implizite Effekte, wie die Aufnahme eines Produkts in das Consideration Set des Konsumenten aufzuzeigen. Wieso auch umfassendere Messungen oft falsch sind Dies ist ein äußerst positiver Ansatz und doch geht mit ihm meist eine wesentliche Fehleinschätzung einher, welche sämtliche Ergebnisse von vornherein …

Christmas Spots 2014

Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Besinnlichkeit und des Schenkens (vom christlichen Hintergrund mal vollkommen abgesehen), sondern auch die Zeit der großen Werbe-Emotionen. Kein Wunder, schließlich repräsentiert dieser Teil des Jahres auch die umsatzstärkste Zeit für den Einzelhandel. Seit einigen Tagen nun haben viele große Player ihre diesjährigen Meisterwerke an den Start gebracht. Zwar ist es erst Mitte November, aber immerhin zwei Monate nach Start der Lebkuchen-Saison ;-). Wie jedes Jahr, möchte ich auch 2014 ein paar Werbeclips vorstellen. Spot an!   #1 Weihnachten mit John Lewis Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich ein großer Fan der Weihnachtsspots von John Lewis bin. Auch in diesem Jahr hat sich die brittische Kaufhauskette wieder mächtig ins Zeug gelegt und mit „Monty the Penguin“ ein emotionales Stück Branded Entertainment geschaffen. Leider kommt der Werbefilm nicht ganz an die genialen Aktionen der beiden Vorjahre (siehe hier für 2013 und hier für 2012) heran. Nichtsdestotrotz hat der Clip das Zeug zum besten Weihnachtsspot 2014!     #2 Weihnachten mit Coca Cola Coca Cola ist natürlich …

Weihnachtswerbespots

Bereits letztes Jahr habe ich darauf hingewiesen, dass gerade zu Weihnachten die Zeit der emotionalen Werbespots anbricht (siehe hier). Zu meiner Schande habe ich das Thema dieses Jahr etwas außen vor gelassen. Aus diesem Grund gibt es nun einen kleinen Nachtrag :-) . Konkret möchte ich euch den Nachfolger des tollen Videos von letztem Jahr präsentieren. Die Kaufhauskette John Lewis hat nämlich auch 2013 wieder einen wunderschönen emotionalen Werbeclip im Programm. Viel Spaß!       Noch mehr passende Werbeclips gibt es auch auf pr-fundsachen.de (siehe hier).

Wenn Google Glass die Konsumentenverhaltensforschung überflüssig macht

„Pay Per Gaze“ heißt das Konzept/Patent, mit welchem es durch Google Glass möglich sein soll, die Effektivität (und damit auch den Preis) von Werbung darüber zu bestimmen, ob der Konsument sie tatsächlich gesehen hat. Alle Informationen hierzu findet man bspw. auf t3n.de oder auf mashable.com.   Für das Marketing wäre dies eine geniale Innovation, die ihresgleichen sucht. Messprobleme bei diversen Werbeformen (wie hier beschrieben) wären damit gelöst. Gleichzeitig könnten hierdurch auch bei Offline-Werbung unzählige Daten gesammelt und anschließend ausgewertet werden. Man könnte ja nicht nur tracken, was die Personen sehen, sondern dies durch die Dauerüberwachung mit jeder Handlung abgleichen. Irgendwann werden dann parallel noch Gehirnströme erfasst und man könnte dank Big Data endlich alle Konsumentenreaktionen schlüssig nachvollziehen – und vorhersagen. Die Konsumentenverhaltensforschung wäre quasi überflüssig. Daten, die Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in mühseliger Arbeit mit aufwendigen Studien zusammengetragen haben, könnten in Sekunden tausendfach erhoben werden. Relevante Erkenntnisse könnte man direkt auf Google Analytics ablesen. Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, scheint der Weg dorthin nicht mehr weit. Hinsichtlich Datenschutz und Co sieht das Ganze natürlich …

8 Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zum Thema Product Placement

[Update: Die Ergebnisse der Arbeit wurden gemeinsam mit zahlreichen anderen Untersuchungen in eine spannende Software zur Messung der Werbewirkung von Product Placement gegossen!Mehr Informationen hierzu findest du unter www.placedise.de]   Nach insgesamt rund 8,5 Monaten (von der Idee bis zum letzten Satz) ist meine Masterarbeit fertig. Grund genug, ein paar interessante Fakten und damit verbundene Empfehlungen herauszugreifen. Meine Arbeit beschäftigt sich im Wesentlichen mit den Effekten von Product Placement (Fokus Film und Fernsehen) auf das Unterbewusstsein. Generell gibt es hinsichtlich Produktplatzierung relativ viele Untersuchungen, die das komplexe Konstrukt allerdings auch in Summe nur ansatzweise erklären können. Dies liegt unter anderem auch an falschen Erfolgsgrößen oder der Tatsache, dass man erst jetzt langsam versteht, wie unser Bewusstsein überhaupt funktioniert. Um das ganze Thema weiter voranzubringen, wurden nicht nur Unsummen an Literatur gewälzt, sondern auch eine umfassende Studie durchgeführt (mehr dazu auch am Ende dieses Beitrags). Obgleich auch dadurch natürlich noch lange nicht alle Effekte erkannt und beschrieben werden können, möchte ich ein paar Kernergebnisse teilen. Hierbei handelt es sich um Punkte, die aktuell meist noch anders …