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Wenn Google Glass die Konsumentenverhaltensforschung überflüssig macht

„Pay Per Gaze“ heißt das Konzept/Patent, mit welchem es durch Google Glass möglich sein soll, die Effektivität (und damit auch den Preis) von Werbung darüber zu bestimmen, ob der Konsument sie tatsächlich gesehen hat. Alle Informationen hierzu findet man bspw. auf t3n.de oder auf mashable.com.   Für das Marketing wäre dies eine geniale Innovation, die ihresgleichen sucht. Messprobleme bei diversen Werbeformen (wie hier beschrieben) wären damit gelöst. Gleichzeitig könnten hierdurch auch bei Offline-Werbung unzählige Daten gesammelt und anschließend ausgewertet werden. Man könnte ja nicht nur tracken, was die Personen sehen, sondern dies durch die Dauerüberwachung mit jeder Handlung abgleichen. Irgendwann werden dann parallel noch Gehirnströme erfasst und man könnte dank Big Data endlich alle Konsumentenreaktionen schlüssig nachvollziehen – und vorhersagen. Die Konsumentenverhaltensforschung wäre quasi überflüssig. Daten, die Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in mühseliger Arbeit mit aufwendigen Studien zusammengetragen haben, könnten in Sekunden tausendfach erhoben werden. Relevante Erkenntnisse könnte man direkt auf Google Analytics ablesen. Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, scheint der Weg dorthin nicht mehr weit. Hinsichtlich Datenschutz und Co sieht das Ganze natürlich …

Bannerblindheit ist nur die halbe Wahrheit

Wer sich in den Gefilden des Marketing bewegt, hat möglicherweise schon einmal davon gehört. Wer sich konkret mit Online-Marketing beschäftigt, kommt sowieso nicht darum herum. Bannerblindheit (oder Banner blindness) beschreibt den Effekt, dass Internetnutzer bestimmte Bereiche einer Webseite automatisch nicht mehr bewusst wahrnehmen, da sie darauf trainiert sind, dass an diesen Stellen gemeine Werbeanzeigen lauern. Ein Beispiel wäre der Bandenbereich rechts des Hauptinhalts. Dies stimmt, ist messbar und ein großes Problem. Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit, die aber oft von allen möglichen Experten als ganze verkauft wird. Fakt ist, dass die User diese Bereich tatsächlich nicht länger bewusst beachten. Aufgrund dessen werden sie die Werbeanzeigen dort nicht anklicken und 95 % der Werbenden verbuchen die Anzeige allein dadurch als Misserfolg (einzige Messgröße ist in der Regel der Klick und darauf folgende Aktionen). Fakt ist aber auch, dass man hier lediglich das BEWUSSTE Handeln betrachtet (klar – ist ja auch am einfachsten zu messen), unterbewusste Prozesse aber vollkommen ausblendet. Das ist der andere Teil der Wahrheit – der Teil, der sträflichst vernachlässigt wird und …

Likes & Views – die neue Währung

Dass Facebook-Likes oder YouTube-Views zu einer Art Währung geworden sind, wurde und wird bereits vielerorts eifrig diskutiert.So gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl an Möglichkeiten Likes und Views zu kaufen – und das sogar für relativ wenig Geld. So stellt sich allerdings die Frage, wie viel ein Like, ein Klick oder ein View eigentlich noch wert ist?! Letzten Endes hatte dies zunächst Relevanz hinsichtlich dem Ranking des jeweiligen Inhalts in der seiteneigenen Suche oder auch bei den großen Suchmaschinen, wie Google. Während die Bedeutung hier nach und nach schwindet, führen viele Likes allerdings wohl nach wie vor dazu, dass Inhalte auf Personen attraktiver wirken – frei nach dem Motto „wenn das so vielen gefällt, dann muss es ja gut sein“. Doch auch dieser Effekt wird sich in den nächsten Jahren wohl zumindest ein bisschen mindern, obgleich derartige soziale Effekte wohl nicht vollkommen durchbrochen werden können.   Was bedeutet das, bzw. welche Schlüsse sollte man daraus ziehen? 1) Ein paar Likes, Klicks oder Views zu kaufen ist zunächst, wirtschaftlich nicht verkehrt, da sie das Angebot zunächst …