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Die TV-Quote ist tot!

Nein, ganz so weit ist man leider noch nicht. Allerdings standen die Zeichen noch nie so gut, das meist unsinnige Quotengezerre endlich etwas in die Schranken zu weisen.   Zunächst ein paar allgemeine Worte zur Quotenmessung Die TV-Quote (oder Einschaltquote) dient seit jeher dazu, den Wert eines Inhalts zu bestimmen. Konkret soll die Quote eine Aussage darüber treffen, wie viele Personen einen bestimmten TV-Inhalt sehen und damit auch mit etwaigen Werbemaßnahmen erreicht werden. Dies war im Grunde schon immer ein statistisches Würfelspiel und hat dank YouTube, Mediatheken und Co mittlerweile nochmals massiv an Bedeutung eingebüßt. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) arbeitet daher auch (bereits seit Jahren) an einer moderneren TV-Quote, die noch in diesem Jahr zur Anwendung kommen soll. Allerdings ist die TV-Quote auch unter Berücksichtigung von Online-Kanälen nicht immer sinnvoll. Dies liegt daran, dass sie im Grunde lediglich eine Reichweitenaussage trifft. Hierdurch allein ist aber keinerlei Rückschluss auf den tatsächlichen Wert eines Werbeblocks möglich. Eine top Quote bei „Germany’s Nex Top-Model“ ist für einen Motoröl-Hersteller deutlich weniger wert, als sie es für einen Kosmetikhersteller ist – und das ist …

Die TV-Quote und das Internet

Über das große Problem mit der hochgeschätzten TV-Quote hatte ich an dieser Stelle bereits berichtet (siehe hier). Heute gab es mal wieder einen passenden Beitrag in der Süddeutschen Zeitung, welcher die Hauptproblematik beim Namen nennt.(Den Beitrag findet man hier: „Zuschauer-Quote von TV-Beiträgen im Netz. Zahlen, bitte„.) Gerade die jüngere Generation konsumiert TV vermehrt auch über das Internet, wobei hier zunächst vor allem die Mediatheken der Sender gemeint sind. Nun sieht es aktuell wie folgt aus: Wird eine Sendung theoretisch im TV gar nicht gesehen, dafür aber millionenfach via Internet konsumiert, so wird sie abgesetzt, weil der Hauptindikator, die TV-Quote, die Webzugriffe nicht berücksichtigt. Problem? Problem! Insbesondere deshalb, da das Internet wohl keine nur vorübergehende Erscheinung ist, wie von vielen lange Zeit behauptet ;) . Just saying.

Weg mit der Quoten-Messung!

Die TV-Quoten rasen in den Keller. Das mag an teils schlechten oder viel zu oft neu aufgelegten Formate, wie etwa DSDS liegen. Viel wichtiger ist allerdings zunächst die fehlerhafte, bzw. problematische Messung von Fernseh-Konsum! Wie wird gemessen? Mit Quoten.Was messen Quoten? Das Fernsehverhalten der Steinzeit! Ein Blick auf die junge Generation zeigt, dass vermehrt Fernsehen via Internet konsumiert wird. Viele Sender haben dies erkannt und bringen ihre Programme auch ins Netz. Nichtsdestotrotz fragt man sich oft, wieso hier eigentlich nicht mehr passiert. Ein möglicher Grund: Die Messung von Erfolg. Erfolg heißt gute Quoten. Und in der Quote ist die Nutzung von Online-Mediatheken und Co nicht inbegriffen. So kann es durchaus passieren, dass eine Serie, die von Millionen Usern online gesehen wird, abgesetzt werden muss, weil sie nach klassischer Messung schlechte Quoten liefert.Möchte ein Sender also innovativ das Internet in seine Prozesse integrieren, so dankt ihm das zwar der User, aber nicht der (Werbe)-Investor, der auf die Quote schielt.Dass hier etwas nicht stimmen kann, sollte an sich jedem klar sein. Fazit: Die Quote muss als Erfolgsgröße …