Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leadership

Real Influence – wie man erfolgreich überzeugt

Heute möchte ich ein Buch und das damit verbundene Modell vorstellen. Das Buch mit dem Titel „Real Influence: Persuade Without Pushing and Gain Without Giving in“ wurde von Mark Goulston und John Ullmen geschrieben. John war einer meiner Dozenten an der UCLA. Deshalb werde ich das Werk auch nicht bewerten (es ist genial!) oder empfehlen (auf jeden Fall kaufen!), da ich das Ganze natürlich automatisch etwas voreingenommen betrachte. „Real Influence“ ist aktuell leider noch nicht auf Deutsch erhältlich. Dies ist allerdings nicht weiter schlimm, da es kein Fachbuch ist, wie es der ein oder andere vielleicht aus dem Studium kennt. Vielmehr beschreibt es die Thematik sehr anschaulich und leicht verständlich mit vielen Beispielen aus der realen Welt. Dies ist ein wesentliches Ziel der Autoren: Komplexe Inhalte verständlich und nachvollziehbar erklären ohne dabei zu sehr abzuschweifen und in Bullshit-Bingo zu versinken.   Worum geht es? Was ist Einfluss und wie kann ich dafür sorgen, dass ich nachhaltig und langfristig den Ton angebe, anstatt jedes Mal irgendwelche verrückten manipulativen Taktiken auspacken zu müssen? Diese Kernfrage wird von …

9 Eigenschaften der besten Chefs

Business Insider hat vor nicht allzu langer Zeit einen schönen Artikel veröffentlicht und die neun impliziten Eigenschaften der besten Führungskräfte zusammengetragen (siehe hier). Da sich die Liste mit meiner und der von vielen Experten gepredigten Führungsphilosophie deckt, hier die Kernpunkte auf Deutsch. Herausragende Chefs…   1. Verzeihen und Vergessen Sie verzeihen Fehler Anderer und vergessen dies auch. Ein einzelner Fehler macht niemanden zu einem schlechten Menschen. Gute Führungskräfte wissen das und sorgen dafür, dass die Mitarbeiter ihr Bestes geben – indem sie sie unterstützen und nicht besagten Fehler laufend vorhalten.   2. Transformieren Unternehmensziele in Mitarbeiterziele Motivation kann nicht erzwungen werden. Sie ist vielmehr ein intrinsischer Prozess. Punkt zwei ist daher essentiell, um Mitarbeiter dazu zu motivieren, das Unternehmen voranzutreiben! (siehe auch hier: Die erstaunliche Wahrheit über Motivation)   3. Blicken hinter die Taten auf Emotion und Motivation Taten, Fehler, aber auch Erfolge sind lediglich das Ergebnis des Menschen dahinter. Wer diese Menschen versteht, der kann für nahhaltigen Erfolg sorgen (siehe auch 2.).   4. Unterstützen ohne Dank zu erwarten Herausragende Führungskräfte stehen zu 100 …

Die erstaunliche Wahrheit über Motivation

Während meiner Zeit an der University of California Los Angeles (UCLA) konnte ich unfassbar viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln. Eine davon dreht sich rund um das inflationär gebrauchte Wort „Motivation“. Im Folgenden möchte ich einen kleinen Einstieg liefern.   So ziemlich jeder möchte andere Personen motivieren und doch weiß kaum einer, was Motivation eigentlich ist!   Zunächst muss mit einer gängigen Vorstellung aufgeräumt werden: Es ist faktisch nicht möglich jemanden zu motivieren! Jeglicher Ansatz nach dem Motto „Ich tue nun dies, um Person X zu motivieren“ schießt somit schon mal in die vollkommen falsche Richtung. Sicherlich mag die ein oder andere Aktion trotzdem funktionieren – das sind (um im Beispiel zu bleiben) allerdings lediglich Querschläger. Wer glaubt, andere aktiv motivieren zu können, der hat Motivation nicht verstanden. Was die Wissenschaft seit Jahren weiß und lehrt, wird in der Praxis nach wie vor falsch interpretiert und angewendet. Der Grund liegt wohl darin, dass sich jede Führungskraft eine Art Zauberformel wünscht, mit der sich die Mitarbeiter antreiben lassen. Die Wahrheit ist leider etwas komplizierter. Wissenspunkt 1: …

Das Geheimnis von Erfolg

…in 8 Worten und 3 Minuten. Eines meiner absoluten Lieblingsvideos auf YouTube, welches ich gerne immer wieder teile und verbreite. Ein Wunder, dass es bisher noch keinen Platz in meinem Blog gefunden hat. Richard St. John über das (relativ einfache) Geheimnis von Erfolg. Inspiration garantiert! Die Rede stammt von einer TED-Konferenz aus dem Jahr 2005 (in Monterey, California) und liefert den Einstieg zu seinem Buch, welches sich auch in der Empfehlungsbox rechts befindet oder >>hier<< betrachtet werden kann.   Das Geheimnis von Erfolg: Passion (Leidenschaft) Work (viel Arbeit) Good (Exzellenz in einer bestimmten Sache – oft durch Arbeit, Training und Übung) Focus (Fokus auf die eine Sache, die man exzellent beherrscht) Persist (Standhaftigkeit) Ideas (Gute Ideen) Push (Durchhaltevermögen) Serve (Anderen etwas von Wert liefern)    

Mit der richtigen Einstellung bestimmen, wer wir sind

In etwa 3 Stunden darf ich im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Junior Beratung Bayreuth wieder einmal über Präsentationstechniken und Rhetorik referieren. Dabei geht es unter anderem auch um die Themen „Körpersprache“ und „Lampenfieber“. Einen wesentlichen Punkt, den die Teilnehmer in dieser Schulung lernen, ist die Tatsache, dass beides sehr eng miteinander verknüpft ist. Amy Cuddy hat diesen Punkt in einem TED-Vortrag wunderbar auf den Punkt gebracht (Video weiter unten). Im Folgenden will ich kurz die Kerninhalte vorstellen. Jeder hat schon einmal davon gehört, dass unsere Körpersprache wesentlich mitbestimmt, wie unsere Botschaften bei anderen Personen ankommen und verstanden werden. Gleichzeitig beeinflusst unsere Körpersprache aber auch und selbst! Wer generell unterwürfige und schwache Haltungen einnimmt, ist in der Regel unsicherer und bei Präsentationen bspw. deutlich nervöser. Wer hingegen das Gegenteil tut (mächtige Posen), der ist selbstbewusster und sicherer. Ganz nebenbei wirkt dies auch auf das jeweilige Gegenüber positiver. Nun hört man gerade bei weniger selbstbewussten Personen diesbezüglich oft den Kommentar „ich bin halt so“ oder „ich will aber gar nicht so arrogant herumstolzieren“. Wer allerdings Andere …