Alle Artikel mit dem Schlagwort: Innovation

Die TV-Quote ist tot!

Nein, ganz so weit ist man leider noch nicht. Allerdings standen die Zeichen noch nie so gut, das meist unsinnige Quotengezerre endlich etwas in die Schranken zu weisen.   Zunächst ein paar allgemeine Worte zur Quotenmessung Die TV-Quote (oder Einschaltquote) dient seit jeher dazu, den Wert eines Inhalts zu bestimmen. Konkret soll die Quote eine Aussage darüber treffen, wie viele Personen einen bestimmten TV-Inhalt sehen und damit auch mit etwaigen Werbemaßnahmen erreicht werden. Dies war im Grunde schon immer ein statistisches Würfelspiel und hat dank YouTube, Mediatheken und Co mittlerweile nochmals massiv an Bedeutung eingebüßt. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) arbeitet daher auch (bereits seit Jahren) an einer moderneren TV-Quote, die noch in diesem Jahr zur Anwendung kommen soll. Allerdings ist die TV-Quote auch unter Berücksichtigung von Online-Kanälen nicht immer sinnvoll. Dies liegt daran, dass sie im Grunde lediglich eine Reichweitenaussage trifft. Hierdurch allein ist aber keinerlei Rückschluss auf den tatsächlichen Wert eines Werbeblocks möglich. Eine top Quote bei „Germany’s Nex Top-Model“ ist für einen Motoröl-Hersteller deutlich weniger wert, als sie es für einen Kosmetikhersteller ist – und das ist …

Der Bedeutungsverlust der Marketingabteilung

Vor kurzem bin ich durch Zufall auf einen Beitrag bei brand eins gestoßen (hier nachzulesen). Hierbei geht es in einem sehr spannenden Interview mit Lutz Meyer um die Abläufe beim Einkauf von Werbung, der Macht der großen Mediaagenturen und generell um die Zukunft der Mediaplanung. Indirekt tritt hierbei allerdings ein weiteres Thema in den Vordergrund – der Bedeutungsverlust der Marketingabteilungen in gerade großen Unternehmen. Dies ist eine Entwicklung, die in den letzten Jahren immer deutlicher zu beobachten ist (siehe bspw. auch hier). Woran liegt das? Man kann an dieser Stelle sicherlich eine sehr umfassende Analyse beginnen. Da es sich hier aber nach wie vor um einen privaten Blog handelt, gestatte ich mir einen kurze persönliche (ggf. für manche auch provokante) Hypothese. Marketing schafft sich selbst ab, da es den Anforderungen der Unternehmensführung nicht adäquat begegnet. Es ist kein Geheimnis, dass Unternehmen immer stärker anhand von Zahlen urteilen. Das Wort „KPI“ ist mittlerweile nicht länger ein Geheimcode großer Beratungshäuser, sondern der Fokus jeder professionell aufgestellten Unternehmensführung. Hieran sind sicherlich eben auch Unternehmensberatungen Schuld. Ebenfalls großen Anteil haben …

Das Neue Arbeiten – digitaler, flexibler, effizienter

Die Art zu arbeiten ist längst nicht mehr ein in Stein gemeißelter Prozess. Junge Start-Up-Unternehmen starten in Coworking-Spaces, Beratungen haben seit jeher keine festen Arbeitsplätze und auch alle anderen Unternehmen setzen mehr und mehr auf Flexibilität. Passend zu diesen Veränderungen gibt es heute einen Gastbeitrag von Luisa Solms (Content Editor bei Springest) zum Thema „Clean Desk“ im Rahmen einer neuen Art zu arbeiten.   In einer sich verändernden Arbeitswelt, in der Informatisierung und Technologisierung neue Möglichkeiten bieten und Unternehmen getrieben durch die Globalisierung vor die Herausforderung gestellt sind, auf dem nationalen wie internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, haben sich die Anforderungen an Unternehmen geändert. Und auch Arbeitnehmer stellen neue Anforderungen an ihren Arbeitsplatz. Flexible Arbeitszeiten, Home-Office statt Großraumbüro, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind nur einige Stichworte, die in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewonnen haben. Die 40-Stunden-Woche – ein Modell, das längst überholt zu sein scheint! Eine Arbeitskultur, die Arbeit aus einer neuen, modernen und flexiblen Perspektive betrachtet und damit zugleich den technischen Entwicklungen der letzten Jahre gerecht wird, ist das “Neue Arbeiten”. Wurde der …

Wenn Google Glass die Konsumentenverhaltensforschung überflüssig macht

„Pay Per Gaze“ heißt das Konzept/Patent, mit welchem es durch Google Glass möglich sein soll, die Effektivität (und damit auch den Preis) von Werbung darüber zu bestimmen, ob der Konsument sie tatsächlich gesehen hat. Alle Informationen hierzu findet man bspw. auf t3n.de oder auf mashable.com.   Für das Marketing wäre dies eine geniale Innovation, die ihresgleichen sucht. Messprobleme bei diversen Werbeformen (wie hier beschrieben) wären damit gelöst. Gleichzeitig könnten hierdurch auch bei Offline-Werbung unzählige Daten gesammelt und anschließend ausgewertet werden. Man könnte ja nicht nur tracken, was die Personen sehen, sondern dies durch die Dauerüberwachung mit jeder Handlung abgleichen. Irgendwann werden dann parallel noch Gehirnströme erfasst und man könnte dank Big Data endlich alle Konsumentenreaktionen schlüssig nachvollziehen – und vorhersagen. Die Konsumentenverhaltensforschung wäre quasi überflüssig. Daten, die Wissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten in mühseliger Arbeit mit aufwendigen Studien zusammengetragen haben, könnten in Sekunden tausendfach erhoben werden. Relevante Erkenntnisse könnte man direkt auf Google Analytics ablesen. Auch wenn dies noch Zukunftsmusik ist, scheint der Weg dorthin nicht mehr weit. Hinsichtlich Datenschutz und Co sieht das Ganze natürlich …

Konzept für das ewige Leben

Der Traum vom ewigen Leben ist an sich keine völlige Utopie mehr, sondern in gewissem Maße bereits absehbar (vielleicht hierdurch…) – zumindest in ganz kleinen Ansätzen. ;) Vielleicht deshalb oder weshalb auch immer, habe ich vor Kurzem davon geträumt. So schön allerdings der Gedanke anfangs scheint, so erschreckend ist er bei genauerer Betrachtung. Man stelle sich nur die ökologischen Folgen für diese potenziell gigantische Überbevölkerung oder den deutschen demographischen Wandel mal 1000 vor. Die Welt könnte die ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen eines Sieges über den Alterstot wohl nicht verkraften! Wie also soll man in der (noch) fernen Zukunft diesem Problem begegnen. Der Film „In Time“ (2011) zeigt nur eine Möglichkeit auf. Die darin thematisierte Idee wirkt allerdings sehr martialisch und ungerecht. Meine Lösung/Idee, die ich nach dem Aufwachen aus besagtem Traum erdacht habe, möchte ich hier gerne festhalten und zur Diskussion stellen. Vorab fünf Fakten/Annahmen: Allen verheißungsvollen Entwicklungen zum Trotz, ist das ewige Leben natürlich immer noch Wunschdenken und alle Ausführungen hier rein theoretischer Natur. ;) Ohne eine zweite Welt/Erde kann es meines Erachtens …

Innovationswettbewerbe am Beispiel der Lufthansa

In diesem Blogbeitrag widme ich mich einem Thema, das ich persönlich sehr spannend finde, welches hier bisher allerdings noch gar nicht wirklich Beachtung gefunden hat – Innovationswettbewerbe. Hierzu möchte ich einen vor Kurzem beendeten Wettbewerb der Deutschen Lufthansa präsentieren. Alle Infos hierzu findet man unter innovation.lufthansa.com. Ende 2012 hat die Lufthansa dazu aufgerufen, Lösungen für ein Gepäckproblem zu finden. Konkret geht es um die Problematik, dass Handgepäck zwar zunächst praktisch ist, gleichzeitig aber auch einige Probleme mit sich bringt, die gelöst werden sollen. An dieser Stelle beginnt auch schon meine kleine Ad-Hoc-Analyse. Ob ein Innovationswettbewerb gut oder schlecht gemacht wurde, kann leider nur vollständig beurteilt werden, wenn man auch die genauen Ziele der Verantwortlichen kennt. Da dies hier nicht der Fall ist, werde ich die Kernaspekte analysieren und umgekehrt anhand dessen schlussfolgern, welche Ziele das wohl gewesen sein könnten (unter der Annahme, dass die Initiatoren halbwegs wussten, was sie da tun).   Problemstellung Die Problemstellung ist relativ offen formuliert, auch wenn das Problem klar eingegrenzt ist. Dies ist insbesondere für die Generierung von eher einfacheren, …

Weg mit der Quoten-Messung!

Die TV-Quoten rasen in den Keller. Das mag an teils schlechten oder viel zu oft neu aufgelegten Formate, wie etwa DSDS liegen. Viel wichtiger ist allerdings zunächst die fehlerhafte, bzw. problematische Messung von Fernseh-Konsum! Wie wird gemessen? Mit Quoten.Was messen Quoten? Das Fernsehverhalten der Steinzeit! Ein Blick auf die junge Generation zeigt, dass vermehrt Fernsehen via Internet konsumiert wird. Viele Sender haben dies erkannt und bringen ihre Programme auch ins Netz. Nichtsdestotrotz fragt man sich oft, wieso hier eigentlich nicht mehr passiert. Ein möglicher Grund: Die Messung von Erfolg. Erfolg heißt gute Quoten. Und in der Quote ist die Nutzung von Online-Mediatheken und Co nicht inbegriffen. So kann es durchaus passieren, dass eine Serie, die von Millionen Usern online gesehen wird, abgesetzt werden muss, weil sie nach klassischer Messung schlechte Quoten liefert.Möchte ein Sender also innovativ das Internet in seine Prozesse integrieren, so dankt ihm das zwar der User, aber nicht der (Werbe)-Investor, der auf die Quote schielt.Dass hier etwas nicht stimmen kann, sollte an sich jedem klar sein. Fazit: Die Quote muss als Erfolgsgröße …

Where good Ideas come from

Ich bin gerade über ein interessantes Video gestolpert, das gut zusammenfasst, was auch in allen möglichen anderen Büchern steht und in besonders innovativen Unternehmen Woche für Woche validiert wird. Zeit für und Kombination von Ideen führt zu Innovation. Der YouTube-Beitrag erklärt damit zudem, weshalb das verrückte Patent-Gebahren von Apple (vor Kurzem Patent auf die Seitenumblätter-Animation, die es ja nun wirklich schon länger gibt – ursprünglich frei für alle – nun nur noch mit Erlaubnis des Apfelmonsters: Artikel hierzu…) und anderen Unternehmen zwar eine geniale Marketing-Taktik darstellt, aber tödlich für Innovation ist und dringend geändert und verboten (passende Innovation nötig! ;)) gehört. Eine Kombination von Ideen ist damit quasi nicht mehr möglich – zumindest nicht effektiv (gerade innovative Entrepreneure haben wohl nicht das nötige Kleingeld für die nötigen Lizenzen). Lange Schreibe, kurzer Sinn: Hier das Video:

Der Presumer liegt im Trend

Im März 2012 sammelte das Unternehmen „Double Fine Productions“ aus San Francisco über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sagenhafte 3.336.371,00 USD für ein Point&Click-Adventure-Game und stellte damit einen neuen Rekord auf. Die Idee derartiger Crowdfounding-Aktionen besteht darin, dass jeder auf der Welt einen kleinen oder größeren Geldbetrag in ein Projekt investiert und dafür am Ende eine kleine Entschädigung erhält.Sofort meldeten sich im Internet auf den Seiten (Kommentarfunktion) diverser Nachrichtenagenturen selbst ernannte Experten, dass dies lediglich ein grandioser Marketing-Gag sei – wer würde denn einfach so Millionen aus eigener Tasche in ein noch nicht vorhandenes Produkt investieren.… nun ja – zum Beispiel Personen wie ich. Wieso?Ich unterstütze eine tolle Idee, darf quasi live bei der Entwicklung eines Spiels dabei sein und den Profis über die Schulter schauen. Nebenbei habe ich ja auch kein Geld gespendet oder verschenkt, sondern bekomme im Gegenzug das fertige Spiel am Ende kostenlos. Man könnte somit auch davon sprechen, dass sich die Lieferzeit einfach um 1 bis 2 Jahre verzögert ;). Bei derartig etablierten Unternehmen ist das Risiko der Nicht-Erfüllung zudem enorm gering.Die Entwickler …