| Autor: Jens Kürschner | Keine Kommentare

JuLife – How to start a food blog

Einen neuen Blog erfolgreich im von Inhalten überschwemmten Internet zu platzieren ist nicht einfach. Noch schwieriger wird es bei sehr umfassend besetzten Themen wie Mode/Fashion, Reisen oder eben Food/Rezepte/Ernährung.

Nun wird ein Projekt aber nicht immer durch eine gezielte Marktanalyse und Business-Strategie getrieben. Manche Projekte entstehen aus ganz anderen Zielsetzungen heraus. So hatte ich auch nicht den Plan gefasst ein weiteres Blogprojekt zu starten. Die Initiative ging vielmehr von meiner Schwester aus, die es sich in den Kopf gesetzt hatte ihre Lieblingsrezepte und Ideen digital aufzuschreiben. Business? Egal! Hintergedanken? Nicht die Bohne. Technische Unterstützung? Dringend benötigt!

So kann man eben dann doch ein Content-Projekt in einem der am besten be- und durchsetzten Märkte starten.
Das ist die Geschichte in Stichpunkten…

 

How to start a food blog

Content is KING – sonst noch was?

  • Mein Lieblings-Schwesterchen hat ihre Ernährung radikal umgestellt, steht auf gesunde Rezepte, sie zu kochen und aufzuschreiben.
  • Wieso das Ganze nicht digital umsetzen?
  • Klar doch! So wie die anderen coolen Mädels, die tolle Gerichte entwickeln.
  • Anforderungen?
  • Ähm – ein Blog halt. Irgendwie so. Oder doch einfach eine Facebook-Seite?
  • Natürlich ein Blog. Facebook dient besser als Traffic-Kanal. Eine zentrale eigene Content-Plattform ist flexibler und ermöglicht mehr Kontrolle.
  • Na gut. Wie soll das aussehen?
  • Wenn, dann richtig. Auf halbe Sachen hab ich (a) keine Lust und (b) gibt es dann erst recht keine Chance überhaupt irgendwie wahrgenommen zu werden.
  • Eine gewisse Grundstrategie sollte natürlich auch nicht fehlen. Auch wenn es nur ein Spaß-Projekt ist, das keine Ziele hat, verfängt es sonst nicht, demotiviert sehr schnell und tötet das Projekt – dafür investiere ich keine Zeit.
  • Es gibt doch da dieses Tumblr?
  • Nein!
  • By the way: Wie soll das Ganze heißen?
  • Ein cooler Name muss her, der die Idee trägt, der den Namen beinhaltet, der nicht unbedingt einem großen Unternehmen zu Eigen ist. Ach ja – es sollte freie Domain- und Social-Media-Profile geben.
    Schwierig.
    Kompromiss. 
    JuLife – Julia’s Leben – Julia’s Life – Juli und life – JuLife halt.
  • Domain: weg. JuLife-Blog.de ist noch da.
  • Brauchen wir sowas wirklich?
  • Ganz oder gar nicht!
  • Gekauft.
  • Social Media Profile: besetzt. Ach. Mit einem My oder Blog hier und da passt das schon.
  • Gekauft (also halt registriert und so).
  • Und was kommt jetzt?
  • Ganz oder gar nicht. Wir suchen uns einen Designer und der entwirft eine passende CI dafür!
  • Ist das nicht teuer?
  • Geht. Auf Fiverr gibt es da tolle Leute mit guten Preisen. Sind 20 Euro viel?
  • 3 Logos – 1 ausgewählt und nachgebessert. Icon dazu. Fertig. Top!
  • Natürlich auch noch eine komplette CI mit Dokument-Vorlagen und Co dazu. Schon gefühlt 1000x erstellt – schnell erledigt.

Technik vom Feinsten – was sonst?!

  • Alles in ein gut strukturiertes Dropbox-Ordnersystem gepackt. Effizient. Professionell.
  • Fehlt noch was entscheidendes. Die ersten Beiträge sind geschrieben, aber wo ist die Plattform.
  • System? WordPress! Easy to use und ich bin Experte im Backend. Läuft.
  • Installiert. Bewährtes Basissetting aufgesetzt. Stabil. Wunderbar.
  • Ein passendes Theme zu konzeptionieren und entwickeln ist mir dann doch zu aufwändig. Zum Glück gibt es viele talentierte Entwickler da draußen. Leider auch 1000x mehr schwarze Schafe, aber man kennt sich mittlerweile ja aus und kann die Spreu vom Weizen trennen. Damit das Ganze auch ideal passt, sollte man nicht vor einem kleinen Lizenzpreis zurückschrecken. 3 zur Auswahl, 1 ausgewählt. Perfekt. Solide gecoded, ohne Schnick-Schnack, aber die Funktionen, die da sind, sitzen 1a.
  • Ganz genau passt es natürlich nie.
  • → Child-Theme erstellt und anpassen was das Zeug hält. Hier ein paar Farben, da ein paar Dinge entfernen, dort noch ein paar wichtige Features eingebaut. Aus einem schon exzellenten Theme wird dadurch im Nu die perfekte Blog-Plattform. Technisch, grafisch und optimiert für alles, was unter „Business“ fällt und eigentlich noch keine Relevanz hat.
  • Ein bisschen könnten wir dann doch schon mal daran denken zumindest ein paar Euro einzunehmen, um die ganzen Kosten zu decken. Die sind zwar nicht hoch, aber Banner-Ads bringen ja auch nicht viel Geld.
    Läuft. 

Das Auge liest mit

  • Social Media Kanäle noch sauber aufgesetzt. Da helfen dann wieder die Photoshop-Skills.
  • So ein Blog lebt natürlich von guten Fotos. Die aktuelle Qualität ist so lala.
  • Step 1: Fotoshooting. Zum Glück hat man in der Vergangenheit auch viel Erfahrung im Film- und Fotobereich gesammelt.
    Szenen konzipiert, sauber ausgeleuchtet (mit dem, was da war) und Klick, Klick.
  • Viel besser!
  • Step 2: Eine kleine Schulung zum Thema Stillleben-Fotografie.
  • Step 3: Neues Smartphone mit besserer Kamera für das Schwesterherz. Gut – da hat der Umstand geholfen, dass das alte schlapp gemacht hat.

Automatisierung macht das Blogger-Leben leichter

  • Automatisieren. Ganz wichtig! Eigentlich wollte man ja nur ein paar Texte tippen. Jetzt wirkt das Ganze schon fast bedrohlich groß. Kein Problem.
  • Twitter: Quasi Vollautomatisiert.
  • Anzeigenplatzierung: Auch. Da konnte in den letzten Jahren ja auch genug Erfahrung gesammelt werden. Weniger ist sowieso mehr, im Einklang mit dem Plan nicht viel Gewicht auf das Thema zu legen und bringt am Ende sowieso mehr.
  • Noch ein paar eher verwirrende Funktionen für die Autorin ausgeblendet, einige Plugins geschrieben, die neue wichtige Funktionen integrieren. Besser.
  • Content. Content. Content.
  • Entwicklung?
  • Ganz gut. Der meiste Traffic kommt aber natürlich via Facebook. SEO-Ranking ist noch überschaubar. Gut – das Thema ist schwierig!
  • Optimierung, Optimierung, Optimierung!

SEO- und Social-Media-Power

  • Gerade für Rezepte gibt es ja 1a Schema.org Vorgaben. Google will das künftig noch viel stärker gewichten? Umso wichtiger hier Gas zu geben.
  • Gesagt, getan. Damit der Schreibprozess nicht komplizierter, sondern einfacher wird – neues Plugin gecoded, das mitdenkt und die Formatierungen angleicht und optimiert.
  • AMP wird auch wichtig? Gut, ist keine Newsseite, aber ein wenig Grundfunktionalität kann nicht schaden.
  • Mobil optimiert ist die Seite ja sowieso. Gibt es Leute, die Seiten noch ohne jegliche Responsivität/Adaptivität erstellen?!
  • Noch ein wenig die Struktur optimiert. Ein paar Trendthemen zeichnen sich ja auch schon ab.
  • Inhaltlich ist natürlich noch gut Luft nach oben – aber das Ding fliegt ja auch erst seit wenigen Monaten!
  • Wird langsam.
  • Wie läuft die Content-Produktion? Sehr gut. Die Motivation ist immer noch das! Die Seite ist so schick, dass es Spaß macht mit ihr zu arbeiten und die Technik rennt wie sie soll.
  • In Google hat man es bei einigen Themen schon auf Seite 2 geschafft! Das ist zwar immer noch Klick-Friedhof, aber die Entwicklung ist klasse.
  • Im Fokus stehen natürlich auch die sozialen Kanäle. Die laufen. Können noch besser laufen.
  • Zeit etwas Werbung zu schalten. Gerade Facebook Ads bieten sich an. Hier ist schon einige Erfahrung da, aber man weiß ja nie.
  • 3-4 Tests gefahren. Herausgefunden was läuft. Etwas Geld in die Hand genommen. Tiptop. Keine Fans gekauft, sondern interessierte Leute auf uns aufmerksam gemacht. Gekommen um zu bleiben.

 

So startet man also einen Food-Blog.

Die Reise ist noch nicht zu Ende. Sie ist sicherlich auch dadurch beschwerlicher, dass es eben kein groß aufgezogenes Geld-Projekt, sondern ein liebevolles Hobby ist. Dadurch fließen die Inhalte und Maßnahmen nicht im Eiltempo, aber durch enorme Effizienz, kluge Technik und perfekte, saubere Umsetzung kann man auch so ein Vorhaben gut antreiben.
Technisch ist gerade der Quellcode noch stark verbesserungswürdig, was dann doch an WordPress und dem Theme liegt. Kann man noch optimieren. Aktuell taugt es erst einmal. Das Thema „Technik“ und „Umsetzung“ bezieht sich eher auf meinen Part.

Der Aufwand hält sich in Grenzen, es macht nach wie vor viel Spaß und die finanziellen Ausgaben sind auch sehr überschaubar (fast noch 2-stellig). Voraussetzung ist natürlich, dass man in allen relevanten Bereichen einigermaßen fit ist (selbst oder das Team).

Fazit des Ganzen: Es muss kein Businessplan dahinter stecken, um ein Projekt zu 100% professionell umzusetzen.
Ein Lächeln des Schwesterchens genügt manchmal auch schon :-) .

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