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Das Neue Arbeiten – digitaler, flexibler, effizienter

Die Art zu arbeiten ist längst nicht mehr ein in Stein gemeißelter Prozess. Junge Start-Up-Unternehmen starten in Coworking-Spaces, Beratungen haben seit jeher keine festen Arbeitsplätze und auch alle anderen Unternehmen setzen mehr und mehr auf Flexibilität.
Passend zu diesen Veränderungen gibt es heute einen Gastbeitrag von Luisa Solms (Content Editor bei Springest) zum Thema „Clean Desk“ im Rahmen einer neuen Art zu arbeiten.

 

In einer sich verändernden Arbeitswelt, in der Informatisierung und Technologisierung neue Möglichkeiten bieten und Unternehmen getrieben durch die Globalisierung vor die Herausforderung gestellt sind, auf dem nationalen wie internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, haben sich die Anforderungen an Unternehmen geändert. Und auch Arbeitnehmer stellen neue Anforderungen an ihren Arbeitsplatz. Flexible Arbeitszeiten, Home-Office statt Großraumbüro, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind nur einige Stichworte, die in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewonnen haben. Die 40-Stunden-Woche – ein Modell, das längst überholt zu sein scheint! Eine Arbeitskultur, die Arbeit aus einer neuen, modernen und flexiblen Perspektive betrachtet und damit zugleich den technischen Entwicklungen der letzten Jahre gerecht wird, ist das “Neue Arbeiten”. Wurde der Begriff erstmalig im Jahr 2010 auf der CeBIT von Microsoft eingeführt, so hat sich das Neue Arbeiten in den vergangenen Jahren zu einem erfolgsversprechenden Arbeitstrend entwickelt. Die Vorteile der Digitalisierung nutzen und Mitarbeitern so größere Freiräume in der Arbeitszeitgestaltung einräumen, lautet die Idee des Neuen Arbeitens. Ein Prinzip, das nicht nur bei Arbeitnehmern auf Zustimmung stößt, auch Unternehmen profitieren dank motivierter und selbstständiger Mitarbeitern.

 

Die Prinzipien des Neuen Arbeitens – Mehr Effizienz dank Clean Desk

Überladene Schreibtische und Aktenstapel so weit das Auge reicht? Wer dem Bürochaos ein Ende setzen will, landet schnell beim Prinzip der Clean Desk Policy. In manchen Büros ist die Unordnung selbst so groß, dass professionelle Aufräumtrupps engagiert werden, um den Arbeitsplatz aufzuräumen. Doch die Clean Desk Policy verspricht nicht nur einen leeren Schreibtisch, auch lästiges und zeitraubendes Suchen gehören dank der Clean Desk Policy der Vergangenheit an. Fragt man Experten, so sind Suchzeiten von mehr als 30 Sekunden inakzeptabel und weisen auf eine schlechte Organisation hin. Aus Studien, in denen untersucht wurde, wie viel Zeit Manager mit dem Suchen von Dokumenten verbringen, geht hervor, dass sechs Wochen im Jahr auf das Suchen von Listen und Dokumenten entfallen. Diese fünf Stunden pro Woche effektiver zu gestalten ist nicht nur Ziel der Clean Desk Policy, auch das Neue Arbeiten setzt hier an.

 

Besserer Informationsaustausch dank Digitalisierung

Zeitraubendes Suchen soll im Rahmen des Neuen Arbeitens vor allem durch eine verstärkte Digitalisierung bewirkt werden. Als zentraler Teilbereich des Neuen Arbeitens soll die Digitalisierung zu einer höheren Effizienz am Arbeitsplatz beitragen. Denn sind Unterlagen digital abgelegt, so entfallen Suchzeiten automatisch. Und auch der tägliche Papierstau oder Time-Out des Kopiergerätes können den Informationsaustausch nicht länger beeinträchtigen. Doch nicht nur der Informationsaustausch wird durch die Digitalisierung verbessert, dank der technischen Entwicklungen der letzten Jahre sind Arbeitnehmer in hohem Maße zeitlich und räumlich unabhängig. So kann das Home-Office ebenso als Alternative zum Büro genutzt werden wie der Italiener um die Ecke. Das gilt natürlich nicht nur für das Arbeiten, sondern für sämtliche Bereiche des Lebens, wie Lernen, Einkaufen und soziale Kontakte pflegen. Und auch im Büro selbst wird Flexibilität groß geschrieben. So werden in das Konzept des Neuen Arbeitens u. a. flexible Arbeitsplätze integriert, die zu mehr Effizienz beitragen sollen. Dabei ist das Prinzip simpel. Feste Arbeitsplätze werden eingetauscht gegen “Flexiplätze”, die nach Belieben gewählt werden können. Wer eine längere Pause macht oder seinen Arbeitsplatz verlässt, lässt diesen nach den Prinzipien der Clean Desk Policy so zurück, dass ein anderer Mitarbeiter bei Bedarf an diesem arbeiten könnte. Eine Möglichkeit, um Raum zu sparen und Arbeitsplätze effizienter zu nutzen? Ja! Doch das Clean Desk hat auch Nachteile.

 

Risiken und Nebenwirkungen des Neuen Arbeitens

Denn weichen Urlaubskarten und persönliche Gegenstände einem kahlen Schreibtisch, so bekommt das Clean Desk nicht selten einen negativen Beigeschmack. Fragt man Arbeitnehmer, wie viel Ordnung am Arbeitsplatz erwünscht ist, so zeigt sich, dass ein Großteil der Arbeitnehmer einen aufgeräumten Arbeitsplatz bevorzugt. In einer niederländischen Arbeitsplatzstudie aus dem Jahre 2010 antworteten 47 Prozent der befragten Teilnehmer auf die Frage, was sie an ihrer Arbeit am wichtigsten fänden, mit der Antwort „seine Arbeit gut machen können“. Auf Platz 2 folgte die Antwort “sich zu Hause fühlen“. Ist ein aufgeräumter Schreibtisch auch aus lernpsychologischer Sicht sinnvoll, so stellt sich dennoch die Frage, wie viel Ordnung tatsächlich notwendig und effektiv ist? Die Meinungen über den Clean Desk Trend gehen hier auseinander. Sowohl für, als auch gegen das Clean Desk lassen sich Argumente finden. Auch fraglich ist, ob und inwiefern alle Mitarbeiter in der Lage sind, mit dem hohen Maß an Freiheit und Selbstständigkeit umzugehen. Wird das Neue Arbeiten in die Unternehmensstruktur implementiert, so muss sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter mit den Freiräumen und Möglichkeiten, die das Neue Arbeiten bietet, umzugehen wissen. Doch das Neue Arbeiten scheint sich zu bewähren, denn immer mehr Unternehmen orientieren sich an seinen Prinzipien.

Unser Fazit daher: Das Neue Arbeiten – eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber!

Kategorie: Entrepreneurship, Life, Nur Deutsch
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SUsan

Ein sehr schöner Bericht! Hatte zuvor davon noch nichts gehört, jetzt bin ich schlauer ;) Danke

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